Womit Fahranfänger im Ausland rechnen müssen

Wer als Fahranfänger im Ausland unterwegs ist, sollte sich gut über Vorschriften und Regeln des jeweiligen Reiselandes informieren. In vielen Ländern gelten besonders strenge Regeln für Fahranfänger – vor allem bei Geschwindigkeit und Alkohol drohen hohe Strafen.

Führerscheinneulinge müssen vor allem in Italien, den Niederlanden und in skandinavischen Ländern beim Tempo auf die Bremse treten. Eine Überschreitung der Geschwindigkeit von 20 km/h kostet in Norwegen 420 Euro. In Italien werden 170 Euro fällig und in Holland liegt das Bußgeld bei 165 Euro.

Alkoholsünden am Steuer in Europa unterschiedlich teuer

In Europa werden die Promillegrenzen unterschiedlich gehandhabt. Am strengsten sind die Regelungen in Tschechien und Ungarn, hier gilt die 0,0-Promillegrenze. Bereits bei geringem Alkoholkonsum drohen in Tschechien Geldstrafen ab 100 Euro, in Ungarn bis zu 970 Euro. Wer in Großbritannien mit 0,8 oder mehr Promille erwischt wird, riskiert eine Geldbuße von bis zu 6.500 Euro. Wobei es allerdings keine Begrenzung für die Geldstrafe in England gibt und diese daher auch weitaus höher ausfallen kann.

Auch die Dänen und Finnen verstehen keinen Spaß, wenn es um Alkohol am Steuer geht. Hier sind junge Fahrer schnell mit einem Monatsnettogehalt dabei, denn das Bußgeld wird am verfügbaren Einkommen bemessen.

Das Mobiltelefon am Steuer ist inzwischen in fast ganz Europa tabu. In Estland kann die Strafe dafür bis 400 Euro kosten. Spanien bestraft das Handy beim Autofahren ab 200 Euro und in Italien können bis zu 594 Euro fällig werden.

Was viele Familienurlauber im eigenen PKW nicht wissen, ist das Rauchverbot am Steuer in einigen europäischen Ländern. In Italien gilt dann ein Rauchverbot im Pkw, wenn Schwangere oder Minderjährige im Fahrzeug sind. Bei Zuwiderhandlung werden hohe Geldbußen fällig. Der Bußgeldrahmen beträgt 500 bis 5.000 Euro. Ebenso ist in Griechenland das Rauchen im Fahrzeug untersagt, wenn Kinder unter 12 Jahren mitfahren. Wird man erwischt droht ein Bußgeld von bis zu 1.500 Euro.

Strafen niedriger – dafür Zusatzkosten für ASF

Geldstrafen liegen im Ausland weitaus höher als bei uns. Vergleichbare Vergehen sind in Deutschland beim Bußgeld etwas günstiger. Wer eine Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr begeht, bekommt allerdings Punkte auf das Konto im Fahreignungsregister in Flensburg.

In Deutschland werden die Verkehrsverstöße in zwei Kategorien unterteilt, nämlich in A-Verstöße und B-Verstöße. Erstere bezeichnet schwerwiegende Verkehrsordnungswidrigkeiten. Wer als Fahranfänger eine rote Ampel überfährt oder sogar unter dem Einfluss von Alkohol sein Vehikel steuert, begeht einen A-Verstoß und kassiert Punkte in der Probezeit.

Doch nicht nur das: Beim ersten A-Verstoß kommt es zur Verlängerung der Probezeit um 2 Jahre und der Betroffene muss an einem Aufbauseminar teilnehmen, dies gilt auch für zwei Verstöße der Kategorie B (kleinere Verstöße).

Das Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF) oder auch Nachschulung genannt, wird von der Fahrerlaubnisbehörde angeordnet, wenn man während der Probezeit einen Punkt in Flensburg bekommen hat.

Die aktuellen Termine für die Aufbauseminare (ASF) in unserer Fahrschule in Langen findest du hier:

Aufbauseminare

Wir wünschen Dir immer eine Gute Fahrt.
Dein Team Fahrschule Witte